Auf dem Weg zum Exposé

Nachdem Christiane Windhausen und ich, in den ersten Wochen des Jahres aus gesundheitlichen Gründen zunächst die Arbeit an unserem Buchprojekt aussetzen mussten, haben wir inzwischen die Arbeit wieder aufgenommen. 

Die letzten Monate haben wir am Storyboard und dem Inhaltsverzeichnis geschliffen. Jetzt steht das Schreibgerüst. Im nächsten Schritt wird ein Probekapitel fürs Exposé geschreiben. 

In der Zwischenzeit haben wir auch eine Möglichkeit entdeckt, möglichst oft gemeinsam am Buch zu arbeiten. Unsere unterschiedlichen Verpflichtungen und das Schreiben unter einen Hut zu bringen, ist eine große Herausforderung. Zumal es uns ein wichtiges Anliegen ist, effektiv und kreativ zu arbeiten. Da trifft es sich prima, dass wir beide early birds sind.  

Morgens um sieben Uhr ist die Welt noch in Ordnung.

So oft es geht, treffen wir uns in den frühen Morgenstunden via Skype und google docs. Der frische Geist bringt erstaunliche Gedankengänge und Ideen hervor. Für die Themen, wo es körperliche Anwesenheit braucht, treffen wir uns alle zwei bis drei Wochen einen Tag.

Unseren Weg Effektivität und Kreativität zu kombinieren, haben wir durch viel Ausprobieren entdeckt. Zwar sind unsere Lebensgeschichten gänzlich unterschiedlich, aber wir verfügen beide über einen ausgeprägten Funktionskanal. Wir sind pflichtbewusst und kämpfen uns durch. Wir wissen inzwischen, auch wieder jede auf ihre Weise, dass in dem Modus weder Effektivität noch Kreativität gedeiht. Wir haben nach neuen Wegen geschaut. Wir wollten weiterhin verbindlich und zielorientiert arbeiten, aber ohne den ‚Müssen-Modus‘ zu aktivieren. 

Jetzt gibt es ein klar formuliertes Ziel oder eine Agenda. Wir gehen nicht Punkt für Punkt vor, sondern lassen uns leiten von dem was uns gerade emotional bewegt und beschäftigt. Wir folgen den Gefühlen, auch wenn sie scheinbar erst einmal nichts mit dem Ziel zu tun haben. So bleiben wir flüssig und stellen in den meisten Fällen fest, dass sich am Ende alles verbindet. Diese Exkurse führen uns nicht selten zu dem, was uns noch gefehlt hat, und wir staunen immer wieder über die kreativen Ergüsse und wie effektiv es ist.

Wie schaltest Du den ‘Müssen-Modus’ aus?

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2 Gedanken zu „Auf dem Weg zum Exposé“

  1. Wichtig für mich ist: Ich versuche mir Zeit zu lassen, um den Müssen-Modus überhaupt bewusst mitzubekommen!

    Lange habe ich gedacht, was und wie ich tue wäre freiwillig. Irgendwann reifte die Erkenntnis, dass da auch einiges „müssen“ mitspielt. Zu merken wo und wie genau da etwas wirkt, ist anspruchsvoll – dafür brauche ich Zeit. Z.B. für die Frage: Was bedeutet denn Müssen-Modus für mich? Neben dem „Müssen“ gibt es ja auch noch das „Wollen“… Nachdem ich früher gedacht habe, „Wollen“ hätte mehr persönliche Freiheit, erscheint es mir heute immer öfter als das Müssen meines Ego´s. Welcome back im Müssen-Modus …

    Euer Weg erscheint mir anders – jenseits von müssen oder wollen. Das fühlt sich an, wie eine andauernde Vertrauensübung. Jede für sich, in die Verbindung und noch mehr … hm …

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    • Spannend, dass meine Frage bei Dir erst mal eine neue Frage auslöst und Dich auf Entdeckungsreise schickt. Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns hier an Deinem Müssen-Modus teilhaben lässt.
      Wollen, dass Müssen des Egos.
      Das stimmt, unser Weg ist eine andauernde Vertrauensübung. Ein Weg auf dem immer wieder Dinge geschehen, die außerhalb von unseren Vorstellungen liegen. Dazu zählte auch der Arbeitsprozess, den ich im Artikel beschrieben habe. Ohne Vertrauen wäre es nicht gegangen.

      Antworten

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