Erstens kommt es anders, zweitens als geplant

Es hat eine Zeit gebraucht, bis wir zwischen unseren unterschiedlichen beruflichen Verpflichtungen und privaten Aktivitäten eine feste und kontinuierliche Buchschreibzeit für unser Projekt etabliert hatten.

Gerade war alles im Fluss, da nahm Corona seinen Lauf. Aufträge wurden verschoben oder umgestellt. Workshops fielen aus, oder Kunden konnten nicht anreisen. Wieder hieß es neu planen.

Christiane Windhausen und ich können uns zurzeit nicht mehr treffen. Ihr Mann gehört zur Risikogruppe und unsere Altersgruppe muss auch achtsam sein. Wie gut, dass wir vor zwei Monaten begonnen haben, via Zoom und Docs schreiben. Das zahlt sich jetzt aus. Ein Hoch auf die technischen Möglichkeiten.

Nicht nur, dass wir unverhofft mehr Schreibzeit bekommen haben. Die geplante Abgabe des Exposés haben wir auch verschoben. Das gibt uns gerade die Möglichkeit, in Ruhe die neuen Bewegungen mit aufzunehmen. Die großen Herausforderungen zeigen, welches neue Wir uns erwartet.

Jeder ist wichtig. Egal ob man gerade das System mit am Laufen hält oder hoffentlich Zuhause bleibt.

Ich bin sehr dankbar, dass ich in meinem Leben schon einige sehr schwierige Situationen durchlebt habe. Zeiten, wo ich nicht wusste, wie es überhaupt weitergehen kann. Es ging weiter – Schritt für Schritt. Ich habe in diesen Zeiten meine größten kreativen Bewegungen erlebt und eine unbändige Kraft freigesetzt.

Jetzt bin ich 20 Jahre älter. Was damals die Kraft war, ist jetzt zum Glück eine gewisse innere Ruhe. Sie hilft mir gerade möglichst besonnen zu bleiben, die notwendige Selbstdisziplin zu aktivieren und andere zu unterstützen, wo es mir möglich ist. Niemand weiß, wohin die Reise geht. Ich bete, dass die Ruhe mich nicht verlässt.

Ich wünsche Euch allen von ganzem Herzen, dass ihr vor allen Dingen gesund bleibt und gut verbunden seit.

Wie geht Ihr gerade mit den Herausforderungen um?

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2 Gedanken zu „Erstens kommt es anders, zweitens als geplant“

  1. Für mich ist gerade jeder Tag ein Ausnahmetag und jeder Abend danach ein Ausnahmeabend. Ich erlebe wie unsere IT Systeme auf Hochlast laufen müssen, wie schnell Menschen täglich im Home Office neues lernen, um ihre Arbeit Remote weiter machen zu können, ich erlebe eine große Offenheit und Austausch und ein weitergeben von learnings, … . Ich könnte noch lange weiter darüber schreiben. Ich erlebe und komme kaum zum Denken.

    Ich glaube in dem kreativen arbeiten (zusammen und von zu Hause) befinden wir uns in einem spannender Prozess. Wie wird sich das alles neu sortieren ?

    Hier ein satz von dem und.Institut auf den eben gestoßen bin..

    Weil du »eins« verstehst, denkst du, verstehst du auch »zwei«. Aber du vergisst dabei, dass du auch »und« verstehen musst.

    Spruch aus der Sufi-Tradition

    Lieben Gruß an euch … welche Zeiten für euer Buch …

    Sabine

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